No translation available.
Samstag, 4. September 2010
Die Schweiz bleibt im UNO-Menschenrechtsausschuss vertreten. Die Zürcher Völkerrechtsprofessorin Helen Keller ist am Donnerstag für vier Jahre in dem unabhängigen Expertengremium bestätigt worden.
Mit 131 von 192 Stimmen erreichte die Menschenrechtsexpertin das drittbeste Resultat. "Die glanzvolle Wahl zeigt, dass Helen Keller eine starke Kandidatin war, und dass der Einsatz der Schweiz für die Menschenrechte auf breite Anerkennung stösst", sagte der Schweizer Botschafter bei den Vereinten Nationen in New York, Paul Seger, der Nachrichtenagentur SDA.
Auch Keller zeigte sich hoch erfreut: Ihre Wahl sei ein Erfolg für die Schweiz, sagte sie. Die Schweiz geniesse im Ausland in Sachen Menschenrechte immer noch ein sehr hohes Ansehen, sagte die 46-jährige Zürcher Juristin. Die Menschenrechte seien nirgends in Stein gemeisselt und müssten deshalb mit allen Mitteln verteidigt werden.
Die Völkerrechtsprofessorin setzt sich im Gremium der 18 unabhängigen Experten besonders gegen Diskriminierung aller Arten und für Frauenanliegen ein. Diese lägen in weiten Teilen der Welt noch sehr im Argen, sagte Keller.
Der Menschenrechtsausschuss behandelt Berichte von Staaten und bearbeitet von Individuen eingereichte Verfahren. Im Unterschied zum Menschenrechtsrat in Genf ist der Ausschuss nicht politisch gefärbt, sondern arbeitet laut Keller "so objektiv und unabhängig, wie das in dieser Welt möglich ist".
Der Ausschuss fällt keine Urteile, sondern gibt Empfehlungen ab, deren Umsetzung er auch überprüft. Das Gremium ist das Vertragsorgan des Internationalen Paktes über bürgerliche und politische Rechte.
Keller trat im Sommer 2008 die Nachfolge von Professor Walter Kälin an, der im April 2008 sein Mandat niederlegte. Sie lehrt an der Universität Zürich Europa- und Völkerrecht.
Quelle: SDA |